… liegt der Sattel einer roten Vespa. Für meine Frau und mich jedenfalls. Mein Gott, hat das Spaß gemacht mit 4 1/2 PS und Picknickvorrat in charmanter Begleitung durch´s Südburgenland zu tuckern. Che bellezza!
PS: Die nagelneue Vespa S50 war übrigens eine Leihgabe unserer bald 15-jährigen Tochter, die demnächst damit herumdüsen wird. Und wir hoffen, dass einer neuerlichen Ausleihe nichts im Wege steht …

Der Eisenstädter selbst mag den Kopf schütteln, aber wir sind gern da. Eisenstadt war und ist für den Südburgenländer ja nicht mehr als die Kleinstadt da oben, wo die Landesbehörden und der Verwaltungsapparat des Landes sitzen. “Ja, sicher war ich schon mal da – vor 5 oder 6 Jahren.”
Die Sieggrabener Landenge ist eben nur schwer überwindbar und vermittelt eine gewisse Separiertheit.
Die Düsternis der Aufnahme täuscht nicht, denn unmittelbar vor Beendigung unserer kurzen Streifzuges durch die Innenstadt, den wir an ein paar Verpflichtungen des Tages anschlossen, war uns das Wetter weniger gewogen.
Ein andernmal …

Die Wandgestaltung von Peter Baldinger im Eisenstädter Café Maskaron könnte schöner nicht sein. Diesmal ein Zwischenstopp zwecks Koffeinaufnahme einer Busexkursion mit dem Architekturraum Burgenland bei einer Erkundungstour des burgenländischen Wohnbaus. Unser einjähriger Spross Leopold hat dank Rundumbetreuung durch meine Frau den 12 Stundentag bravourös mitgemacht. Früh übt sich.

Wozu hat man Trophäen? Um sie herzuzeigen und damit zu protzen, klar. Voilá!
Diese Trophäe habe ich meiner Frau zu verdanken, die sie mit unserem jüngsten Spross Poldi am Arm Martin Parr himself bei seiner Ausstellung in der Galerie Anzenberger aus dem Kreuz geleiert hat. Ob das als Empfehlungsschreiben für die Aufnahme bei Magnum durchgeht? Martin, can you hear me???
Nebstbei hat sie uns das sehr empfehlenswerte Buch “The Last Resort” des Meisters mitgebracht. Signiert versteht sich …

Mit diesem “Besuch” beim Haus Dellacher von Raimund Abraham dürfte das zweite Dutzend Tage voll sein, an denen wir Aufnahmen hier gemacht haben. Das Archiv ist dementsprechend gut bestückt und es lässt sich aus den vielen Aufnahmen verschiedener Jahre auch recht gut der fortschreitende Verfall ablesen.
Laut einem Bericht des “Kurier” vor einigen Monaten hielte die Bank, die Eigentümer der Liegenschaft ist, einen Kaufpreis von “einigen hunderttausend Euro” für angemessen.
Na dann, viel Glück.
Das Haus ist ein schwerer Sanierungsfall. Dass ein reicher amerikanischer Architektur-Aficionado kommt und das Haus für 500.000 Euro kauft um dann eine weitere halbe Million in eine stilgerechte Sanierung pumpt, ist eher nicht zu erwarten. Es scheint mir aber allemal wahrscheinlicher als dass eine Bank von ihren Wunschvorstellungen abgeht oder hierzulande jemand mit viel Geld und viel Behutsamkeit bei einer etwaigen Renovierung einspringt.

Wenn meine Frau mich nicht auf praktische alle Touren begleiten würde, hätte ich in meinem ganzen Leben noch keine einzige Aufnahme vor 9 Uhr morgens gemacht. An diesem Tag habe ich um 9 Uhr wahrscheinlich bereits WIEDER geschlafen.

Transparenz, Glas, Stahl – alles schön und gut, aber wollen Sie da nachts sitzen auf diesem “Allerweltskaffeehausalugestühl”? Manche behaupten gar, es habe noch nie jemand da gesessen.

Erinnert Sie das auch an den Brachialbeton von Le Corbusier oder Paulo Mendes da Rocha?
Gesehen bei den (baulichen nicht den budgetären) Sanierungsarbeiten am Finanzministerium in Wien.

Links im Bild der Flugturm, Sitz des Architekturraumes Burgenland – siehe www.raumburgenland.at – rechts der Prototyp des Hypercubus – siehe www.wg3.at/hypercubus – und in der Mitte unser altbewährter Schwedenstahl – siehe www.saabsverige.com

Nicht dass immer alle freudig um 4 Uhr morgens ins Auto springen, aber letztlich ist es immer eine Riesenhetz für alle, wenn wir wieder zu sechst (!) zu einer unserer gemeinsamen fotografischen Erkundungen aufbrechen.














